Unter dem Motto “Kürzer geht's nicht! Bildung braucht Zukunft” beteiligten sich am 25. Juni mehr als 5000 Studierende aus Leipzig und Umgebung an einer Demonstration gegen die geplanten Stellenkürzungen im Bildungsbereich in Sachsen. Allein an den Hochschulen ist der Abbau von 1042 Stellen bis zum Jahr 2020 geplant. Obwohl die Studierendenzahlen in Sachsen entgegen früheren Prognosen auf einem hohen Niveau stabil sind, hält die Landesregierung weiter an den Plänen fest. Sowohl das Leipziger Jungchemikerforum als auch der Fachschaftsrat Chemie & Mineralogie der Universität sprechen sich ausdrücklich gegen diese Kürzungen aus und waren deshalb auf der Demonstration im Juni dabei. Neben den Instituten für Archäologie und Theaterwissenschaften steht seit dem Jahr 2013 das Institut für Pharmazie auf der Streichliste des Rektorats.

An der Leipziger Fakultät für Chemie und Mineralogie wurden zudem bereits vier Stellen gestrichen — eine Professur für physikalische Chemie und drei Mitarbeiterstellen. Bis zum Jahr 2020 wird nach aktuellen Plänen von insgesamt vierzehn Stellenkürzungen in der Chemie, davon mindestens zwei weiteren Professuren, ausgegangen. Lennart Staab, aktiv im Leipziger JCF und im hiesigen Fachschaftsrat, bekräftigt: “Wir fordern, dass mit den freiwerdenden Mitteln aus dem Bafög die Stellenkürzungen zurückgenommen werden.”

(Quelle: Torsten John, Protest gegen Stellenkürzungen an sächsischen Hochschulen, (2014), Jungchemikerforum. Nachr. Chem., 62: 923–924. doi:10.1002/nadc.201490313)

Demo 2014 Demo 2014